Schon im vergangen Herbst machte die jetzige Klasse 10 im Rahmen des Unterrichts für Naturwissenschaft und Technik (NwT) eine Verkehrszählung, die ergab, dass an der Rathauskreuzung nahezu gleich viel PKWs fahren wie auf der B32 auf Höhe des Friedhofs.

Autos sind mit durchschnittlich 1,3 Personen besetzt. Der Anteil an PKWs ist im Bundesvergleich enorm hoch, der Anteil an Fußgängern und Radfahrern ist sehr niedrig. Weshalb ist Radfahren und zu Fuß gehen in Altshausen so unpopulär? Im vergangenen Sommer erstellte die jetzige Klasse 10 eine Dokumentation über Gefahrenstellen für Radfahrer und Fußgänger in Altshausen. Diese Dokumentation wurde der Gemeindeverwaltung und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) im Rahmen der „Klima-Tour“ zugesandt. Der VCD war sehr angetan von dieser Dokumentation und vergab der Klasse 10 hierfür einen Preis. Nicht weniger angetan war Herr Bürgermeister Bauser, der unsere Schüler einlud, diese Arbeit bei einer Gemeinderatsitzung vorzustellen. Am vergangenen Mittwoch hatten nun Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, dem Gemeinderat und den zahlreichen anwesenden Zuhörern ihre Arbeit vorzustellen. Zunächst gab der Fachlehrer Herr Baumann-Bilger einen Überblick über die rechtliche Situation von Radlern und Fußgängern. Insbesondere wurden hier vier Aspekte als wichtig hervorgehoben: • Radler und Fußgänger haben an Hauptstraßen als Geradeausverkehr Vorrang vor abbiegendem und einfahrendem Verkehr. • Nur wo blaue Schilder mit dem weißen Fahrradsymbol aufgestellt sind, gibt es eine Benutzungspflicht für Radler. Ansonsten ist die Straße der Verkehrsweg für Radler. • Das Schild „Fußweg“ mit dem Zusatz „Fahrräder erlaubt“ erlaubt das Fahrradfahren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 8 km/h. Es besteht keine Benutzungspflicht. • Der Sicherheitsabstand beim Überholen von Radlern beträgt 1,50 m. Nach dieser Einführung war je eine Schülerin oder ein Schüler aus der jeweiligen Arbeitsgruppe an der Reihe. Vorgestellte Schwerpunkte waren: • Der Weg vom und zum Lichtstock (mit Hindenburgstraße / Rathausecke). • Der Gehweg, der für Radler frei gegeben ist, entlang der Ebersbacher Straße. • Das Ende des Radwegs aus Ebenweiler. • Die beiden bestehenden Radwege innerhalb Altshausens und ihre mangelhafte Ausschilderung. • Die Situation am Friedhof mit der Querung der Querspange bzw. der nicht vorhandenen Querung der B32. Für die eine und andere Gefahrenstelle konnten die Schüler/innen konkrete Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Manche Maßnahmen sind sehr kostenintensiv und die Zuständigkeit muss erst noch abgeklärt werden (z.B. die Verbreiterung des Gehwegs an der Ebersbacher Straße auf das gesetzlich vorgeschriebene Maß). Die Schülerinnen und Schüler hatten ihre Bereiche kompetent und sicher vorgetragen. Die Nachfragen der Gemeinderäte zeigte, dass das Anliegen der Schüler/innen ernst genommen wurde. Eine Beratung im Technischen Ausschuss soll nun folgen. Wir sind guter Dinge, dass sich bezüglich der Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger in Altshausen einiges bewegen wird. Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Radfahren in Altshausen attraktiver wird und der innerörtliche Verkehr weniger von PKWs dominiert wird. Markus Baumann-Bilger

 

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