190319 Kroete Kroete190319 Kroete Mensch

Besonders Erdkröten sind zurzeit (noch) auf Wanderschaft. Aus ihren Winterquartieren im Wald wandern sie vor allem in der Abend- und Morgendämmerung zu ihren Laichgewässern. Oft müssen sie dabei Straßen überqueren und werden dann möglicherweise von Autos überfahren. Daher werden jedes Jahr Krötenzäune wie beim Dornahof aufgestellt und Eimer dahinter eingegraben. Wenn die Tiere nun die Straße überqueren wollen, werden sie von den Zäunen daran gehindert, laufen am Zaun entlang und fallen in die vergrabenen Eimer. Die Eimer werden täglich von freiwilligen Helfern kontrolliert, manchmal auch zwei Mal an einem Tag. Die Kröten, Molche und Frösche werden aus den Eimern befreit, gezählt und auf der anderen Straßenseite oder direkt im Weiher wieder ausgesetzt.
Diese Woche hatte sich die 5. Klasse des Progymnasiums verpflichtet, an einem Tag diese Kontrolle zu übernehmen. Den Schülerinnen und Schülern war klar, dass sie bei jedem Wetter „ausrücken“ mussten; doch sie hatten Glück: es blieb trocken und die Sonne kam sogar kurz heraus. Die Klasse, die von ihrer Biologielehrerin begleitet wurde, traf sich mit Frau Mühlbach, die ehrenamtlich den Krötenzaun betreut, am Dornahof und dann ging es nach einer Einführung los: der gesamte Zaun wurde genau kontrolliert.
Nachdem aus allen Eimern die Tiere herausgenommen waren, hatten die Schüler 10 männliche – diese quaken, wenn man sie seitlich vorsichtig drückt - und 3 weibliche Erdkröten gefunden, leider keine Molche. Trotz anfänglicher Scheu hat jeder eine Kröte in die Hand genommen und dabei festgestellt, dass es gar nicht unangenehm war, sie anzufassen.
Nachdem die Tiere alle im Weiher saßen, ging es für die Schüler wieder zurück zur Schule.

K. Finkbeiner, Biologielehrerin