Theaterpädagogische Angebote
Im Schuljahr 2009/10 startete am Progymnasium die Theaterpädagogik. Frau Jutta Golitsch baute dieses Bereich erfolgreich aus, sodass das Progymnasium im Land einer der höchsten "Theater-AG-Quoten" aufweisen dürfte (20 Prozent der Schülerschaft nimmt 2014 an einer Theater-AG teil).
Im Schuljahr 2014/15 gibt es drei Theater-AGs am Progymnasium:

  • eine einstündige AG für Anfänger/innen,
  • eine zweistündige AG für Fortgeschrittene und
  • eine zweistündige AG für die "Großen".


Kompetenzen der Theaterpädagogik
Im Spannungsfeld von Kunst und Pädagogik laufen beim Theaterspielen vielfältige Lern- und Bildungsprozesse ab. Selbst- und Fremdwahrnehmung, Körperhaltung, Körpersprache, Atem-, Stimm- und Sprachschulung unterstützen den Prozess der Persönlichkeitsbildung.

Die Förderung sozialer Kompetenzen findet in der szenischen Umsetzung aktueller Problematik statt. Hemmungen und Kontaktschwierigkeiten werden spielerisch überwunden. Vielfältige Bildungs- und Lerneffekte stellen sich über das ästhetische Vergnügen und die Spiellust ein.

Die Unberechenbarkeit des Theaterspiels bietet der Kreativität jedes Einzelnen unbegrenzten Raum. Dabei wird die Konzentrationsfähigkeit im höchsten Maße gefördert, ebenso die Emotionalität. Imagination und die damit verbundene Schärfung der Sinne sind wichtige Faktoren in der theaterpädagogischen Arbeit.

Im Spiel mit der Sprache umzugehen, die sprachliche Vielfalt und die Kraft der Sprache zu entdecken, sind Ziele der Theaterpädagogik und werden als wichtiges theatrales Ausdrucksmittel erlebt und trainiert.

Theaterspielen macht Kinder stark. Es steigert das Selbstwertgefühl, fördert das Selbstbewusstsein und gibt Selbstbestätigung. Im theaterpädagogischen Prozess wird der einzelne Schüler ebenso wie die gesamte Gruppe in ihrer strukturellen Entwicklung gefordert und gefördert.
Theaterspielen bedeutet auch ein behutsames Heranführen an die Literatur. Lesen und Vorlesen werden zum spannenden Erlebnis vor der Rollenfindung und dem szenischen Spiel.

Sich verwandeln, hineinschlüpfen in andere Rollen, sich hinein fühlen in andere Charaktere und Kreaturen. Lebenssituationen unter diversen Gesichtspunkten zu betrachten und durchzuspielen, das macht Kindern großen Spaß.

Theaterpädagogik an Schulen definiert sich in der Arbeit mit Kindern, die an unterschiedlichen Bildungs- und Entwicklungspunkten abgeholt werden.

 

Theaterpädagogische Arbeit beinhaltet:
Künstlerische Kompetenz: Spielpraxis, Inszenierungsgeschick, dramaturgische und ästhetische Sensibilität, maskenbildnerische Grundkenntnisse ebenso wie Kenntnisse in Theatertechnik.
Vermittlungskompetenz: Pädagogisch-didaktische Fähigkeiten und Kenntnisse, angemessene Spielsituationen und –aufgaben zu entwickeln und anzuleiten und in motivierender, dialogischer Weise Interaktion und Spiellust zu wecken.
Theorie- und Reflexionskompetenz: Die Fähigkeit zur Einbindung von Theoriekenntnissen und die permanente kritische Analyse, Reflexion und Verbesserung der Praxis.

 

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