Was ist ein Progymnasium?
...eine häufige Frage.

Immer wieder werden wir gefragt, was es mit der Bezeichnung Progymnasium auf sich hat. Nicht selten werden auch Briefe an uns mit Pro-Gymnasium adressiert. Sind wir eine Initiative für das Gymnasium?

Kurz gesagt: Ein Progymnasium ist die (schon ältere) Bezeichnung für ein ganz normales Gymnasium bis zur Klasse 10. Danach wechseln unsere Schüler/innen ganz regulär auf ein Vollgymnasium und beenden ihre Schullaufbahn dort in der Regel mit dem Abitur.

Progymnasien haben aufgrund ihrer geringen Schülerzahl keine Kursstufe. Um ein breites Kursangebot machen zu können, benötigen Gymnasien zum einen sehr viele Lehrerinnen und Lehrer und zum anderen auch viele Schülerinnen und Schüler. Bis zur Klasse 10 werden Schüler/innen in Klassen unterrichtet und erhalten an einem Progymnasium eine - mindestens - gleichwertige gymnasiale Bildung mit allen Fächern und Kompetenzen, die an jedem staatlichen Gymnasium unterrichtet werden.

Mindestens deshalb, weil die Klassengrößen an Progymnasien meist sehr viel geringer sind als an großen Vollgymnasien mit mehreren hundert Schüler/innen. Wie Sie sich denken können, ist das im Unterricht und der Pädagogik ein entscheidender Vorteil.

 

Warum hat ein Progymnasium eigentlich keine Oberstufe?

Wir haben ganz einfach zu wenige Schüler, um ein breites Kursangebot leisten zu können. Ein Progymnasium verbindet die Vorteile einer kleinen, familiären Schule mit den Anforderungen einer breiten gymnasialen Bildung.

Das PG bietet aber doch nur ein Profil!

Das stimmt. Wir haben uns für das am meisten gewählte mathematisch-naturwissenschaftliche Profil entschieden. Bei entsprechender besonderer sprachlicher Begabung ist aber zur 8. Klasse ein Schulwechsel möglich. Immerhin war dann die Unterstufe in der Schule am Ort.

Gibt es denn keine Probleme beim Wechsel nach der Klasse 10?

Seit Jahren integrieren sich die PG-Schüler problemlos und schnell an ihrer neuen Schule. Seit 2009 erfragen wir mit Bögen auch systematisch das schulische Weiterkommen bei unseren Ehemaligen. In der ersten Befragung erzielten wir sehr gute Ergebnisse. Fast alle fühlten sich gut auf die neue Schule vorbereitet. Aus persönlichen Rückmeldungen erfahren wir sehr oft, dass sich unsere ehemaligen Schüler/innen in der Oberstufe sogar noch verbessert haben.

 

Ist der Wechsel nach Klasse 10 nicht unangenehm?

Einige Gründe sprechen sogar für einen Wechsel: Erstens wird der Klassenverband sowieso aufgelöst - es folgt die Kursstufe. Zweitens wählen unsere Schülerinnen und Schüler wesentlich bewusster die Schule und den Bildungsweg aus als ihre Altersgenossen in Vollgymnasien. Sie vergleichen die Angebote der umliegenden Schulen sehr genau. Eine relative Mehrheit wechselt nach Bad Saulgau, einige nach Wilhelmsdorf, einige ins Kolleg St. Johann, einige zieht es nach Ravensburg. Auch berufliche Gymnasien werden von manchen gewählt, um fachliche Schwerpunkte neu zu setzen. Aus diesem Grund haben wir auch den Schwerpunkt Berufsorientierung an unserem Progymnasium gewählt. Drittens wollen einige unserer 16jährigen jetzt auch in eine Schule mit städtischer Umgebung.

Gegen den Wechsel spricht, dass vielen der Abschied schwer fällt. Aber zwei Jahre später beginnt dann für alle sowieso ein Studium oder der Ernst des Lebens.

 

Aber die Kurswahl bereitet doch Probleme!

Keineswegs. Über 90 Prozent unserer Schüler/innen streben das Abitur an, einige wechseln auf berufliche Gymnasien. Am PG findet eine technische Einweisung in die Kurswahl statt, bei der alle unsere Schüler frühzeitig die notwendigen Informationen erhalten. Zudem gibt es für alle Schüler/innen Baden-Württembergs ein Computerprogramm, das die Kurswahl erheblich erleichtert. Wir haben gleichfalls einen Oberstufenberater und engen Kontakt zu den umliegenden Gymnasien.

Die Schüler am Vollgymnasium werden frühzeitig auf die Oberstufe vorbereitet.

Ein Progymnasium hat denselben Bildungsplan wie ein Vollgymnasium. Die dokumentierten Befragungen unserer ehemaligen Schüler/innen zeigen im Übrigen, dass unsere Vorbereitung auf die Kursstufe überdurchschnittlich gut ist.

 

Aber wenn ich im Vollgymnasium bin, kenne ich doch die Lehrer der Schule und kann die Kurse dementsprechend wählen!

Natürlich kennt man die Lehrer seiner Schule. Die Festlegung der Kurslehrer ist aber nicht immer vorher bekannt, das geht aus organisatorischen Gründen nicht. Eine „Wahl“ der Schule nach Klasse 10 ist zwar möglich, nicht aber die „Wahl“ der Kurslehrer. Die werden in allen Gymnasien von der Schulleitung festgelegt. Unsere Kooperationspartner in Bad Saulgau laden jedoch vor Ostern unsere Schüler/innen ein, um ihnen einige (wahrscheinliche) Kurslehrer/innen vorzustellen. Andere Gymnasien der Umgebung nehmen unsere Schüler/innen ebenfalls zuvorkommend auf.

 

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