Das „ehrbare“ Zimmererhandwerk (entstammt dem Mittelalter, wo es auch unehrbare Handwerker gab, z.B. den Henker) ist für Abiturienten offensichtlich sehr interessant. Bernhard Otto vom überbetrieblichen Ausbildungszentrum in Biberach erklärte in einer spannenden Präsentation viel Geschichtliches und viel Aktuelles zum Ausbildungsberuf des Zimmerers. Nach Herrn Ottos Angaben sind bereits 30% der Lehrlinge Abiturienten, viele davon machen eine duale Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Hochschule in Biberach. (Herr Otto in voller "Kluft").

Im Ausstellungsraum des Zentrums wurde auf einer Etage beispielhaft einige Arbeitsbereiche der Zimmerer vorgestellt. In der nächsten Etage wurden alte und neue Arbeitsgeräte gegenüber gestellt. In der obersten Etage war die Sinneswelt, Holz zum anfassen, riechen, klingen lassen.

Der Rundgang durch die Lehrwerkstätten zeigte dann einen konkreten Einblick in die Ausbildung. Handwerkliches Geschick ist anfangs zwar nicht fehl am Platze, wird aber während der gründlichen Ausbildung erworben. Bei manchen Ausstellungsstücken wurde ganz besonders deutlich, welche mathematische, insbesondere geometrische Fähigkeiten notwendig sind. Die Lehrlinge waren mit großer Konzentration und Sorgfalt bei ihrer Arbeit, die Stimmung in den einzelnen Werkstätten war durchweg freundlich-angenehm.
Im Bereich „Berufsorientierung am Gymnasium“ (BoGy) ist es uns am Progymnasium sehr wichtig, unseren Schülern auch einen Einblick in handwerkliche Berufe zu geben. Das Ausbildungszentrum für Zimmerer in Biberach ist hierfür bestens geeignet. Uns standen alle Türen offen. Als Rückmeldung von den Schülern durfte Herr Otto mitnehmen, dass unser Besuch bei den Schülern sehr gut angekommen ist.

Markus Baumann-Bilger
 

 

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