In Klasse 7 ging es an einem Mittwochvormittag um das Thema Suchtprävention. Gemeinsam mit dem Präventionsbeauftragten und Lehrer Herrn Bassarab klärten die Schülerinnen und Schüler, was eine Sucht ist, wie sie entsteht und welche Suchtmittel es gibt. Im Mittelpunkt stand der Alkohol: In Gruppenarbeit analysierten die Klassen Fallbeispiele, werteten Beratungsbögen aus und gestalteten Plakate und Videos, um über Alkohol und seine schädlichen Wirkungen zu informieren.
Dabei räumten die Jugendlichen auch mit verbreiteten Mythen rund um Alkohol auf, etwa mit der Vorstellung, dass „ein Bier doch harmlos“ sei, dass Alkohol warm halte oder dass man „Trinkfestigkeit“ trainieren könne. Sie erfuhren, warum gerade Kinder und Jugendliche besonders empfindlich auf Alkohol reagieren und wie Gruppendruck entsteht. Zudem überlegten sie, wie man in solchen Situationen selbstbewusst „Nein“ sagen kann.
Außerdem stärkten die Siebtklässler ihre Persönlichkeit und Resilienz, zum Beispiel mit der Übung „Persönliche Resilienz-Werkzeugkiste“, in der sie sammelten, was ihnen in schwierigen Situationen hilft. Dabei tauschten sie sich auch über ihre Gedanken und Erfahrungen aus.
Am Donnerstag, den 8. Oktober, war Herr Eggendorfer, Experte für digitale Sicherheit, wie bereits im vergangenen Jahr zum sozialen Projekttag bei uns zu Gast. Zum Auftakt seines interaktiven Fachvortrags zeigte er, wie leicht sich Fotos und Videos heute mit Künstlicher Intelligenz (KI) fälschen lassen. Manipulierte Bilder der Lehrkraft sorgten dabei für einige Lacher und machten zugleich deutlich, wie schnell sogenannte Deepfakes entstehen und welche Gefahren von ihnen ausgehen.
Ein weiterer Schwerpunkt waren Metadaten in Fotos. Beim Hochladen von Bildern, etwa in sozialen Netzwerken, werden häufig unsichtbare Informationen wie Aufnahmeort und Uhrzeit mitgesendet. Die Schülerinnen und Schüler lernten, diese Daten selbst zu entfernen, und versuchten anschließend im Computerraum, aus Bildern von Verkaufsplattformen den Aufnahmeort herauszulesen. So wurde praxisnah deutlich, wie leicht sich persönliche Daten aus Bildern gewinnen lassen.
Außerdem ging es um Phishing, Betrug und Gefahren in Chaträumen. Herr Eggendorfer zeigte, woran man gefälschte Nachrichten und typische Betrugsmaschen erkennt und wie man im Kontakt mit Fremden im Netz die eigene Privatsphäre schützt.
Auch Social Media kam zur Sprache: Algorithmen zeigen vor allem das, was zu den eigenen Interessen passt, sodass im Feed schnell eine Bubble entsteht. Dazu kam das sogenannte Doom-Scrolling, also das endlose Weiterwischen durch Inhalte, ein Thema, das gut zum Schwerpunkt Mediensucht passt.
Unser herzlicher Dank gilt Frau Fischer für die finanzielle Unterstützung sowie Herrn Eggendorfer für seinen informativen und praxisnahen Vortrag.





